Philosophie des Kunstparken

Kunst ist per Definition sinnfrei. Parken hat aber den klar umrissenen Zweck, sein Auto zur weiteren Verwendung abzustellen. Um das Parken also zur Kunstform zu erheben muß man also irgend etwas tun, um dem Sinn dieses Vorganges entgegen zu wirken:

Kunstparker sind demzufolge Menschen, die auf die eine oder andere Weise sinnfrei Parken und so den – vielleicht – ästhetischen Anspruch des Vorgangs so weit verstärken, dass der Sinn völlig abhanden kommt.

Die Idee zu dieser Seite kam mir, als ich zum wiederholten Male auf der Suche nach einem Parkplatz war und keinen finden konnte. Es war nicht so, dass auf der zum Parken vorgesehen Fläche nicht genug Platz gewesen wäre, es wäre an diesem Tag noch genug Platz für zehn Autos vorhanden gewesen – nur nicht am Stück. Ich kam ins Grübeln.

Man muss davon ausgehen, dass die Fahrer der Fahrzeuge einen Führerschein besitzen. Zu einer Fahrprüfung gehört auch das Einparken. Mangelndes Können durfte ich also als Grund für die katastrophalen Bilder vor meinen Augen ausschließen. Da ich an das Gute im Menschen glaube (immer noch und trotz Allem), will ich auch eine asoziale Veranlagung oder Böswilligkeit ausschließen.

Nach längerem Nachdenken kam ich auf die einzig mögliche Erklärung: Es handelt sich um künstlerisch veranlagte Zeitgenossen! So und nicht anders ist es, muss es sein! Diese Menschen suchen die Öffentlichkeit, sie wollen die Allgemeinheit an ihrer Begabung teilhaben lassen!

Überall liest und hört man, die Kunst werde in unserer Gesellschaft nicht genug gefördert. Diese Seite ist mein kleiner Beitrag zur Kunstförderung. Ich möchte so mein Teil dazu beitragen, die Welt ein klein wenig besser zu machen.

Natürlich möchte ich auf diesem Weg auch allen Künstlern meinen Respekt zollen: Danke allen Kunstparkern der Welt, ihr seid es, die die Kunst zurück in die Gesellschaft tragen. Ihr seid es, die unser tägliches Leben aufregend machen! Danke, danke, danke!