Kategorie-Archiv: Brachialkunst

ÖPNV

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Der Individualverkehr der postindustriellen Gesellschaft ist sicherlich ein Ausdruck der Freiheit. Aber mit dieser Freiheit kommt Verantwortung: Umweltschutz, Unfallgefahr und die zunehmende Zahl der adipösen Mitbürger sind nur einige der Probleme, die eine nachgerade obsessive Nutzung des PKW mit sich bringt.

Dem Umweltaspekt der Mobilitätsgesellschaft widmet sich dieser Künstler, wirft Fragen auf und bietet gleichzeitig einen Lösungsansatz und eine Anklage: der Individualverkehr ist der Tod des öffentlichen Personen(nah)verkehrs insbesondere der Eisenbahn. Kontrovers in Botschaft und Ausführung – das ist einfach große Kunst!

Mit herzlichen Dank an Clemens M.

Car Sharing: Gleichberechtigung vs. Selbstüberschätzung

 

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Für den Geldbeutel und die Umwelt ist es gut, Autos gemeinsam zu nutzen – darauf will dieses Kunstwerk in unübertrefflicher Deutlichkeit hinweisen. Sicherlich ist auch für Besitzer kleinerer Autos wichtig, ein gesundes Ego zu haben, werden sie doch oft genug verlacht und ausgegrenzt (man denke nur an die “Smart-Parkplätze”)! Umweltbewusstsein und die Forderung nach vorurteilsloser Gleichbehandlung werden hier in einem auch formal herausragendem Kunstwerk – dem Kunstkenner fällt sofort die gekonnte Linienführung ins Auge! – vereint. Ein wahrer Kunstgenuss!

(An Selbstbewusstsein scheint es dem Künstler auf keinen Fall zu mangeln.)

Mit herzlichem Dank an Heiner H.

Kleinkunst inspiriert große Werke

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Auch große Künstler lassen sich inspirieren. Der Großkünstler transzendiert den kleingeistig-kleinkünstlerischen Gedanken des betrachterseitig linken Hobbykünstlers aufs Vortrefflichste indem er den subtilen Hinweis auf die minimalistische Parkplatzrealitätskritik auf die Spitze treibt und gleichzeitig die – neben seinem Großwerk –  nachgerade stümperhaft wirkende Ausführung seines “Vordenkers” kritisiert.

Ein wahrhaft gelungenes Werk.

Herzlichen Dank an Thomas G.

Mütter, Kinder, Entscheidungsschwäche und Öltanks

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“Ich bin zwei Mütter.” … “Ich habe zwei Kinder.” … “Mutti und Omi” … “Kinder gehören in die Schule und nicht auf den Parkplatz!” … “Ich konnte mich nicht entscheiden” …

Die Aussage dieses Kunstwerks bleibt unklar, jedoch soll uns Kunst wohl auch zum Nachdenken anregen. Die Möglichkeiten, die uns dieses Kunstwerk bietet, einen Sinn zu finden, sind schier unerschöpflich.

Der geneigte Kunstfreund mag sich zurücklehnen und das Werk genießen.

Mit herzlichen Dank an Patrick S.

 

gut gemeint

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Kunst kann auf wichtige Dinge hinweisen. So weist dieses Werk mit gnadenloser Kraft auf die örtlichen Rettungswege hin – ein Unterfangen, den öffentlichen Raum sicherer und gefälliger zu gestalten.

So löblich dieser Ansatz ist, muss der sachverständige Kunstkritiker doch die miserable Ausführung und die unerträgliche Selbstverliebtheit des Schöpfers dieses Werkes anprangern. Schon die Linienführung wirkt unkonzentriert und schlampig, die Farbgebung bietet weder einen klaren Kontrast noch fügt sie sich in die Umgebung ein.

Das Werk mag gut gemeint gewesen sein, wie so oft ist das hier das exakte Gegenteil von gut gemacht.

Einmal mehr einen herzlichen Dank an das Hörnchen.

Helft!

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“Ah ja, ich sehe schon, es ist geistiger Natur.” So mag dem Kunstfreund durchs Hirn schießen, wenn er ein solches Werk betrachtet. Ich möchte hier dazu aufrufen, Zeitgenossen, die an einer solch starken Störung leiden, Respekt und Mitgefühl spüren zu lassen!

Kunstfreunde! Zeigt, wie lieb Ihr diese armen Menschen habt! Geht auf sie zu! (Umarmen muss nicht unbedingt sein.) Sagt Ihnen, dass Ihr sie so liebt, wie sie sind!

Diese armen, vernachlässigten, (manchmal) (geistig) verwahrlosten Menschen brauchen Eure Hilfe!

Mit herzlichen Dank an M.B.