Kategorie-Archiv: besondere Plätze

ÖPNV

_image

Der Individualverkehr der postindustriellen Gesellschaft ist sicherlich ein Ausdruck der Freiheit. Aber mit dieser Freiheit kommt Verantwortung: Umweltschutz, Unfallgefahr und die zunehmende Zahl der adipösen Mitbürger sind nur einige der Probleme, die eine nachgerade obsessive Nutzung des PKW mit sich bringt.

Dem Umweltaspekt der Mobilitätsgesellschaft widmet sich dieser Künstler, wirft Fragen auf und bietet gleichzeitig einen Lösungsansatz und eine Anklage: der Individualverkehr ist der Tod des öffentlichen Personen(nah)verkehrs insbesondere der Eisenbahn. Kontrovers in Botschaft und Ausführung – das ist einfach große Kunst!

Mit herzlichen Dank an Clemens M.

Gastinterpretation

1891783_488897527882463_52323427_o

Gastinterpretation:

Die kleinwüchsigen sind im täglichen Leben meist benachteiligt. Einzig Mini-Me, der kecke Klon von Dr. Evil hat seinen Platz im Leben gefunden.

Der Künstler erinnert und mit seiner Homage an diese Tatsache! Nur wer ohne Rücksicht für seinen Platz einsteht kann in dieser Gesellschaft bestehen.

Herzlichen Dank an den Finder und Kunstsachverständigen Papa Schlumpf.

gut gemeint

1688243_10152164264489099_745528976_n

Kunst kann auf wichtige Dinge hinweisen. So weist dieses Werk mit gnadenloser Kraft auf die örtlichen Rettungswege hin – ein Unterfangen, den öffentlichen Raum sicherer und gefälliger zu gestalten.

So löblich dieser Ansatz ist, muss der sachverständige Kunstkritiker doch die miserable Ausführung und die unerträgliche Selbstverliebtheit des Schöpfers dieses Werkes anprangern. Schon die Linienführung wirkt unkonzentriert und schlampig, die Farbgebung bietet weder einen klaren Kontrast noch fügt sie sich in die Umgebung ein.

Das Werk mag gut gemeint gewesen sein, wie so oft ist das hier das exakte Gegenteil von gut gemacht.

Einmal mehr einen herzlichen Dank an das Hörnchen.

Passt.

wasserzeichen-1.php.html

Ja, irgendwie stimmt das da ja schon… und ich glaube auch, dass dieses Werk vielschichtig, tiefsinnig und auch sonst bestimmt irgendwie sinnvoll ist.

Trotzdem: ich musste sehr breit grinsen, als ich das Bild zum ersten mal gesehen habe. Darum bekommt es jetzt diese hohe Auszeichnung.

Herzlichen Dank an Sebastian E.

memento mori

bild

“Bedenke dass Du sterblich bist!” – das schreit uns die große schwarze Limousine, der natürliche Feind des Fußgängers, in diesem Werk entgegen. Indem sich dieser Feind so offen, nachgerade genüsslich, in der Schutzzone ausbreitet setzt er geradezu ein Fanal, dass deutlicher nicht sein könnte: “Vorsicht im Straßenverkehr!”

Mit herzlichen Dank an “Papa Schlumpf”

Grundbedürfnisse

Foto

In Zeiten, in denen die wirtschaftliche Lage prekär (um ein Modewort zu benutzen) ist, muss es gestattet sein, auf die wirklich essentiellen Bedürfnisse der Menschen hinzuweisen. Essen! Das ist viel wichtiger als irgendwelche Parkplätze für Menschen, die überall sowieso schon eine Extrawurst bekommen.  Dadurch, dass es gerade kein Essen gibt, ist dieser Weckruf an uns alle umso lauter.

besonders wichtige Menschen

wasserzeichen-2.php.html

Es ist offensichtlich, dass einige Menschen wichtiger sind als andere und dementsprechend auch ganz andere Rechte haben als der Rest von uns. Wenn solche Menschen automobil unterwegs sind kann man sie häufig daran erkennen, dass der Wagen einen Stern oder – wie in diesem Fall – einen blau-weißen Kreis trägt.

Dieser Künstler zeigt uns einfachen Menschen deutlich, was es heisst, besondere Rechte zu genießen. Jeder normalsterbliche sollte beim Anblick eines so wichtigen Exemplars unserer Gattung in Ehrfurcht erstarren und sich seines niederen Platzes in der Gesellschaft bewusst sein!

Danken wir diesem Künstler, dass er uns diese Lehre so deutlich vor Augen führt und uns so unseren Platz in der Nahrungskette so eindrucksvoll zuweist.

(Altbestand – miese Auflösung, aber immer noch ein Kunstwerk)

Ausnahmsweise, Selbstjustiz

Worum geht es hier nicht?

Rache, Bestrafung und Rechthaberei. Genau. Danke.

Ich erlaube mir einfach mal Klartext, ohne irgendwelche lustigen oder zweideutigen Sprachspielereien: Wie kann man auf die perverse Idee kommen, das Leben eines Mitmenschen wegen eines Parkplatzes zu gefährden?!

Fernsehbericht NDR vom 08.01.2014 (hier klicken)
Der Fernsehbericht wurde mittlerweile “depubliziert”.

Pressebericht Hamburger Abendzeitung hier. (Paywall)
Pressebericht Welt hier.

Viel mehr dazu: google

Hinweis auf den Bericht: Tobias

Gleichberechtigung!

Fahrschule

Das Denken in Kategorien, in Schubladen oder Archetypen fördert Vorurteile und führt in letzter Konsequenz zu Diskriminierung. Die Idee, Menschen nur deshalb anders zu behandeln, weil ihr Fahrzeug vier anstatt zwei Räder hat, ist nachgerade pervers!

Der Künstler fordert in seltener Klarheit die totale Gleichberechtigung aller Menschen, ohne Ansehen von Radanzahl, Hubraum oder Lackfarbe. Für diese Leistung gebührt ihm unser aller Anerkennung.

Mit herzlichen Dank an Blackdriver